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"Hören Sie auf, sich mit Dingen zu stressen, die Sie nicht beeinflussen können"

5. Okt.
1 Min. Lesezeit

"Hören Sie auf, sich mit Dingen zu stressen, die Sie nicht beeinflussen können."

Diesen Satz habe ich

seit Jahren im Ohr.

Klingt einfach. Ist es aber nicht.

Gerade läuft mal wieder alles völlig anders als geplant. Eine Entscheidung wird von jemand anderem getroffen. Ein Ereignis kommt von außen und lässt sich beim besten Willen nicht beeinflussen.

Und trotzdem versucht der Kopf, eine Lösung zu finden.

Was hätte ich anders machen können? Was kann ich jetzt noch tun? Wie kann ich das Ganze doch noch verändern?

Manchmal meldet sich dabei ein ziemlich trotziges inneres Kind: „Aber ich will das so!“ Heult, tobt...

Das Problem ist nur: Die Realität interessiert sich leider nicht immer für unsere Pläne. Und auch nicht für mein trotziges Kind, dass seinen Willen nicht durchsetzen kann.

Was mir in solchen Momenten hilft, ist nicht noch mehr Nachdenken. Im Gegenteil. Ich versuche, aus meinem Kopf herauszukommen und etwas mit meinen Händen zu tun.

Farben auswählen. Wasser auf Papier laufen lassen. Linien ziehen. Etwas übermalen, zerreißen, neu zusammensetzen. Ohne Ziel und ohne den Anspruch, dass am Ende ein „schönes“ Bild entstehen muss.

Kreative Methoden geben mir einen Raum zwischen „Ich will, dass es anders ist“ und „Es ist gerade aber so.“

Und genau dort kann etwas passieren: Der Kopf wird leiser. Die Anspannung lässt nach. Ich komme wieder bei mir an.

Das Problem ist damit natürlich nicht verschwunden. Aber ich muss nicht mehr die ganze Zeit dagegen ankämpfen.

Und vielleicht geht es deshalb manchmal gar nicht darum, eine Situation zu verändern.

Sondern darum, den eigenen Umgang mit dem Unveränderbaren zu verändern.

Manchmal beginnt das eben mit einem einfachen Pinselstrich.




 
 
 

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