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ÜBER MICH

ChatGPT Image 11. Juni 2026, 11_09_18.png

Ich war lange der sachliche, strukturierte Kopfmensch: Studium, internationale Karriere, Verantwortung. Kreativität? Pinsel und Farbe? Das wäre mir nie in den Sinn gekommen.

Vom Funktionieren zum Gestalten

Mein großer Traum war es immer, Entwicklungshelferin zu werden – und ich habe ihn verwirklicht. Viele Jahre arbeitete ich für die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit und lebte unter anderem in Sambia, Afghanistan und im Irak. Ich begleitete Menschen unterschiedlichster Kulturen, oft in schwierigen Lebenssituationen und mit scheinbar aussichtslosen Perspektiven.

Beruflich entwickelte ich mich stetig weiter. Aus der Entwicklungshelferin wurde eine Managerin mit großer Verantwortung und achtstelligen Budgets. Alles wirkte erfolgreich, wichtig und bedeutend. Doch immer weiter entfernte ich mich von dem, was mich ursprünglich angetrieben hatte: Menschen zu unterstützen.

 

Ich hatte mich selbst verloren

Ich konnte gut erklären, warum vieles in meinem Leben aus dem Gleichgewicht geraten war. Aber ich konnte es nicht mehr fühlen. Alle paar Jahre eine neue Position, ein neues Land, neue Menschen und neue Herausforderungen – irgendwann war ich erschöpft. Ich hatte mich auf meinem Weg selbst verloren.

2022 nahm ich ein Sabbatical. Ein Satz des griechischen Philosophen Perikles begleitet mich seit vielen Jahren: „Das Geheimnis des Glücks ist die Freiheit, und das Geheimnis der Freiheit ist der Mut.“ In dieser Zeit begann ich zu verstehen, was er für mich bedeutet.

Als Bilder neue Wege öffneten

Es dauerte einige Tage, bis ich den Mut fand, einfach zu Pinsel und Farbe zu greifen, ohne mich vorher selbst zu verurteilen. Die ersten Bilder überraschten mich zutiefst. Ausgerechnet ich, die sich nie für kreativ gehalten hatte, fand plötzlich einen Weg, Gefühle sichtbar zu machen. Es war befreiend. Ich kam aus dem Kopf zurück ins Erleben.

Mit jedem Bild veränderte sich etwas. Meine Sichtweise wurde weiter, mein Lebensgefühl bekam Farbe. Nach und nach wurde mir klar: Ich wollte mein Leben nicht länger nur verwalten, sondern bewusst gestalten. Nicht nur funktionieren, sondern lebendig sein. Nicht nur anpassen, sondern echte Verbindung schaffen.

Ich ließ das Unternehmenskorsett hinter mir und absolvierte eine Ausbildung zum Systemischen Coach. Anschließend folgte die Ausbildung zur Kunsttherapiepraktikerin. Dieser Weg kostete Mut und Energie – und er war jede Anstrengung wert.

Entwicklungshelferin – auf eine neue Weise

Heute unterstütze ich Menschen dabei, sich selbst neu zu entdecken, ihren eigenen Weg zu finden und Veränderung aktiv zu gestalten. Ich begleite sie mit gelebter Erfahrung, fachlicher Kompetenz und großer Neugier auf Menschen und ihre Geschichten.

Ich wollte immer Entwicklungshelferin werden. Heute bin ich es wieder – auf eine neue Weise.

Jeden Tag aufs Neue.

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