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"Aber du hast doch alles"

26. Juni
2 Min. Lesezeit

„Aber du hast doch alles!“ Dieser Satz klang wie ein Vorwurf. Es wurde von außen auf mein Leben geblickt. Man sah aber nur die Fassade: den guten Job, die schöne Wohnung, das Lächeln, das ich jeden Tag mühsam aufsetzte. Aber Hilla kannte keine Logik. Man kann ein volles Leben haben und sich innerlich trotzdem komplett leer und einsam fühlen. Für die Menschen im Außen war es vielleicht eine Frage von Glück und Pech. Für mich war es ein täglicher Kampf. Mit diesem Unverständnis umzugehen, tat oft mehr weh als die Depression selbst. Was war denn falsch mit mir?

Keksi hingegen war meine Fassade völlig egal. Er war völlig anspruchslos, bis auf die täglichen Stunden an der frischen Luft. Er war ein sanfter Anstoß, der mich gezwungen hat, mein Leben mehr und mehr zu hinterfragen. Der Weg heraus aus diesem Erschöpfungskreislauf war jedoch ein längerer Prozess. Keksi hat sicher auch ein Türchen geöffnet, aber hindurchgehen musste ich am Ende selbst. Ich begriff: Ich kann das Außen, die Erwartungen und die Anmerkungen anderer nicht ändern. Aber ich kann meinen eigenen Umgang damit ändern. Aus diesem Impuls heraus begann meine eigene, jahrelange Reise. Ich habe mein Leben radikal aufgeräumt – und ich habe mich weitergebildet. Ich wollte die Mechanismen der Psyche nicht mehr nur fühlen, sondern fundiert verstehen. Nach intensiven Ausbildungen und viel innerer Arbeit wurde ich schließlich Coach. Heute verbinde ich mein theoretisches und praktisches Fachwissen mit meiner eigenen Lebenserfahrung. Ich helfe Dir dabei, dich vom Druck im Außen zu befreien, die Werkzeuge zur Selbsthilfe zu erlernen und deinen eigenen Weg durch das Gefühlschaos zu finden.



Warum das Unverständnis der anderen oft ein guter Ratgeber ist

Manchmal ist das Unverständnis deiner Mitmenschen schmerzhaft. Aber wenn du genau hinschaust, steckt darin ein unbezahlbarer Ratgeber.


Das Unverständnis der anderen zeigt dir zwei wichtige Aspekte: 

  • Es spiegelt deine Erwartungen: Wenn dich die Reaktion eines anderen Menschen verletzt, zeigt dir das, wo du noch nach Anerkennung im Außen suchst. Das Unverständnis zwingt dich dazu, dir diese Anerkennung selbst zu geben. 

  • Es zieht eine klare Grenze: Die Erwartungen der anderen zeigen dir genau, wer sie sind – nicht, wer du bist. Ihr Unverständnis ist der Moment, in dem du aufhören darfst, dich zu erklären. Es ist das Stoppschild für Menschen, die dir zu viel Energie rauben.


Ich habe gelernt: Du musst nicht von jedem verstanden werden, um richtig zu sein. Das Unverständnis der Welt da draußen hat mich zu mir selbst zurückgeführt. Es hat mir gezeigt, wo ich im Außen aufräumen musste, um Platz für mein eigenes Leben zu machen. 


Heute nutze ich diese Erfahrung in meinem kreativen Coaching. Ich helfe Dir dabei, das Unverständnis der anderen nicht mehr als Vorwurf zu sehen, sondern als Wegweiser für deine eigene Freiheit.


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